Dienstag, 26. September 2017

Cthulhu: Das Heer der Verfluchten - Tantalos, der Schimmelwolf Teil 1

Sodann schreitet das Szenario voran. Beim letzten Mal ist unsere Gruppe dem Schimmelwolf begegnet und wer weiß, was diese Begegnung bringen wird. Und wer weiß, was in Zawra noch alles auf uns zukommt.



Der Schimmelwolf spricht Griechisch, sodass Otto und Lorentz für die anderen übersetzen müssen. Das Wesen will unbedingt wissen, wie es in der Höhle der Sünden war und schon ist man vor dem geistigen Auge zurück in der dunklen Grotte. Tantalos, wie sich der Schimmelwolf nun vorgestellt hat, hockt oben auf der Felsnadel und blickt auf die Gruppe herab. Dann meint er, sie sollten endlich unsere wahren Sünden preisgeben, nicht diese Dinge, die sie bei der Beichte vorgeschoben haben. "Dass wir Menschenfleisch gegessen haben?" "JA UND IHR HABT ES GENOSSEN!", donnert Tantalos.

Auf dem nächtlichen Basar bemerkt man rasch, dass sich die Kreaturen eher von Andreas fernhalten, einige nicken ihm auch anerkennend zu. Bei vielen Ständen finden sich merkwürdige Gebilde wie lange Metallstäbe, die seltsam riechen, Dinge, die ihre Farbe verändern. Insgesamt liegt ein dichter Nebel auf dem Basar. Madeleine geht los, um sich etwas zu kaufen, das aussieht wie ein großes Sternenrohr. Lorentz, der unbedingt einen der Metallstäbe haben will, geht zu einem Stand, doch dort ist kein Händler zu sehen. Also legt er einen seiner Schuhe dorthin und nimmt sich das Rohr, das ungewöhnlich schwer ist. Als er sich vom Stand entfernt, folgen ihm ein paar der Wolfswesen und kriechende Gedärme, welche abartige Geräusche von sich geben. Otto und Andreas sind derweil bei einem Stand mit Schriftrollen angekommen und greifen gleichzeitig nach demselben Buch. Dieses ist voller merkwürdiger astronomischer Zeichen und Zahlen. Madeleine versucht sich mit einem Händler zu verständigen und schreibt in Ermangelung der gleichen Sprache auf, dass sie ihre Ängste vor dem Übernatürlichen gegen das Sternenrohr tauschen möchte. Das Wesen, das mehr Arme hat als normal ist, reicht ihr die Hand und sie schlägt ein, der Handel ist besiegelt. Marie macht sich unterdessen auf die Suche nach etwas wie den Djinntränen, mit denen sie die Sprache der Kreaturen verstehen kann. Eine wunderschöne Orchidee fängt ihren Blick ein, doch wieder ist kein Händler am Stand und die junge Frau ist erst einmal ratlos. Das Buch, welches Otto und Andreas gefunden haben, scheint eines zu sein, welches die Zukunft vorhersagen soll, allerdings ist es in einem komplizierten Code geschrieben.

Erneut fragt Tantalos nach den Sünden der Gruppe. Madeleine, völlig überwältigt, wimmert: "Meine Existenz." Darüber ist der Schimmelwolf recht erfreut, beschuldigt aber weiterhin die anderen, sie würden etwas verbergen. In einer Art Spiegelung sieht man Madeleine, wie sie unter einem Apfelbaum schläft, sie hat wohl ihre Pflicht vernachlässigt. Dann ändert sich das Bild, sie erwacht und sucht nach jemandem, ruft und ist völlig außer sich. An einer Mühle findet sie im Wasser den toten Körper eines Kindes, auf das sie wohl aufpassen sollte.

Nun offenbart Tantalos seinen Plan: Nur das Fleisch des größten Sünders konnte seinen Hunger für 1000 Jahre sättigen, deshalb will er Judas wiederbeleben, um ihn erneut zu verspeisen. Und dazu muss er das Ritual des kochenden Blutes durchführen... Um dann schließlich seinen Sohn Pelops zurückzuholen. Die Gruppe versucht, ihm das auszureden, doch Tantalos hört nicht wirklich hin. Erst, als Anna erwähnt wird, blitzt kurz Trauer in seinen Augen auf. Es sei die einzige Tochter, die er noch hatte. Madeleine fragt, ob die Mütter sie ihm nicht wiederbringen könnten. Die Mütter, so erzählt der Schimmelwolf, wollen, dass er leidet. Sie haben ihm die Judasklinge gezeigt und dann versteckt, damit er noch mehr leidet, denn sie ernähren sich von diesen negativen Emotionen. Anna sei schon lange tot. Die Gruppe habe eine Leiche mit sich herumgeschleppt und mit Fleisch vollgestopft. Er habe es ihr eigenhändig aus dem Körper ziehen müssen, da sie beinahe geplatzt sei. Otto fragt Tantalos, ob es vielleicht möglich wäre, in einer anderen, der Traumwelt, ein Gegenmittel zu finden. Tantalos schüttelt den Kopf, die Matres gewährten ihm keinen Schlaf. Daher bietet Otto an, dass sie danach suchen könnten in Zawra.

Es ist Tag auf dem Basar, doch die Stände, an denen man zuvor war, sind noch da. Während Otto und Madeleine sich in ein Streitgespräch versticken, ob und wie sie Tantalos helfen oder unterstützen und auf wessen Seite sie nun stehen, wendet sich Marie an den Händler, der nun am Stand zu finden ist. Für die Orchidee, von der er auch nicht weiß, was sie tut, möchte er einen Kuss, ein Stück ihres Schleiers und drei Dirham. Sie verhandelt zumindest das Stück Schleier weg, immerhin gehört sich das nicht und der Kuss ist ja schon etwas Besonderes. Als sie sich die Blume ins Haar steckt, wird diese Blau und Maries Kismet wird schwächer. Und dann steht plötzlich Lorenzo da.

Fazit

Anscheinend habe ich bei den Visionen damals ein bisschen was falsch verstanden. Ich dachte nämlich, der Schimmelwolf wäre der Totengott und der Mensch, der vor ihn getreten ist, wäre Tantalos gewesen. Vielleicht war das aber auch tatsächlich so und Tantalos ist erst danach zu dem Wolf geworden. Und hatte nicht Judas sich in einen Wolf verwandelt und einen Legionär gefressen? Oder war das in Wahrheit ganz anders, haben wir gesehen, wie Tantalos Judas gefressen hat? Alles ziemlich verwirrend.

Interessant wird aber auch, was wir eigentlich gekauft haben. Wir dachten vermutlich alle, dass die merkwürdig riechenden Metallstäbe Pistolen sind, weswegen Lorentz' Spieler sich auch eines gekauft hat, aber nach der Beschreibung, dass es viel schwerer ist, als es aussieht, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

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