Sonntag, 8. Oktober 2017

Cthulhu: Das Heer der Verfluchten - Die Speerspitze des Glaubens Teil 2

Oh, hatte ich nicht beim letzten Teil versprochen, den Titel aufzuklären? Tjaha, das kommt natürlich erst jetzt! Und natürlich werdet ihr jetzt erfahren, ob wir es in dieser Runde noch einmal nach Zawra geschafft haben oder nicht. Vielmehr gibt es vorab auch gar nicht zu sagen, also weiter gehts!



Madeleine beginnt plötzlich sehr gehoben zu sprechen und bewegt sich auch eher wie eine Edeldame, was Lorentz nun endlich anspricht. Sie wirkt verwirrt oder tut so, als wüsse sie nicht, was er meint. Als Otto sie nach ihrem Namen fragt, antwortet sie: "Madeleine von Metz." Alle starren sie an. "Äh, aus Metz, aus Metz!", korrigiert sie sich, doch zu spät. Längst ist klar, dass sie sich irgendwie verändert hat. Allerdings weigert sie sich, darüber zu sprechen und geht einfach weg.

Zurück in Antiochia legt man sich schlafen. Am nächsten Tag ist es sehr unruhig in Antiochia. Kerboga ist mit seinem Heer eingetroffen und belagert nun die Stadt, es ist extrem heiß und die Menschen sind hungrig und verzweifelt. Otto vertieft sich noch einmal in die Schriften, die er mitgenommen hat, während die anderen dem Gerücht nachgehen, Peter Bartholomäus sei auf dem Marktplatz und liege betend in der Sonne. Madeleine hingegen zieht allein umher und gibt einem hungrigen Bettler ein Stück Tafurenfleisch. Gleich darauf fühlt sie sich furchtbar schlecht wegen dieser unmenschlichen Tat, rennt in eine Gasse und übergibt sich.

Auf dem Marktplatz liegt tatsächlich der blinde Mann in der Sonne, den Arm ausgestreckt wie bei einem Kreuz und betet unablässig. Seine Haut ist längst gerötet, doch er regt sich nicht. Im Schatten der umstehenden Gebäude haben sich etliche Gläubige versammelt und warten auf eine Vision des Sehers. Andreas nimmt sich ein paar Besen und Laken und baut damit einen Sonnenschutz über dem Mann auf. Einige rufen, die Gruppe würde Bartholomäus stören, doch da der Schlächter dabei ist, traut sich niemand, etwas zu unternehmen. Madeleine sieht in dieser Zeit, wie ein paar Leute kommen und ihr Erbrochenes in einen Eimer schaufeln. Sie versuchen, sie nicht anzusehen dabei, doch die Bettlerin ignoriert sie ebenfalls. Dann sieht sie Anna und folgt ihr bis zum Marktplatz, wo das Mädchen verschwindet.

Plötzlich geht ein Rucken durch Bartholomäus' Körper. Die Gruppe hilft ihm, sich aufzurichten, als er schreit, der Apostel Andreas sei ihm erschienen. Dieser sei nun der Schutzheilige dieses Kreuzzuges, denn er zeigte ihm, wo ein heiliges Relikt verborgen sei: Die heilige Lanze! Er und alle Anwensenden machen sich auf den Weg zur Sankt Peterskirche, wo Berengar sie erfreut begrüßt. Auch Otto, der den Tumult gehört hat, gesellt sich nun zu der Gruppe. Er tritt Berengar sehr skeptisch gegenüber, doch der scheint sich nicht an die Ereignisse der vergangenen Nacht zu erinnern. Auch zwei seiner Schergen, die mit anwesend waren, erzählen, dass sie nach der Messe in der Kirche geblieben sind. Madeleine versucht, ihn auf das Ritual des kochenden Blutes anzusprechen, doch der Bischof scheint nicht zu verstehen, was das ist und predigt daher freudig darüber, dass Antiochia eingenommen wurde. Dass sie Menschenfleisch verzehrt haben, daran erinnert er sich, aber alles andere ist wie ausgelöscht. Der Gruppe schwant Böses: Berengar wurde entweder durch eine Mutter ausgetauscht oder die Sinne aller wurden manipuliert, sodass sie sich nicht erinnern können. Es ist wie in Zawra, wo die Leute bei Tag und Nacht komplett unterschiedlich sind.

Alle durchsuchen die Kirche, doch niemand findet etwas. Otto vermutet bereits, dass man morgen die Klinge von Babylas als die Speerspitze der heiligen Lanze präsentieren wird - quasi die Speerspitze des Glaubens. Nachdem die meisten Suchenden aufgegeben haben und abgezogen sind, erfährt die Gruppe, dass Wilhelm von Gascogne, Le Rouges Nachfolger, seit der Nacht verschwunden ist. Man befürchtet, er könne die Klinge bei sich tragen. Zunächst jedoch beichten Madeleine und Otto. Madeleine berichtet Bischof Berengar teilweise von Zawra und den Müttern. Otto dagegen beichtet Bruder Richard all die schrecklichen Geschehnisse mit dem Menschenfleisch und schließt ab mit: "Und der Bischof ist noch viel schlimmer." Eigentlich will er den Mann damit nur warnen, doch Bruder Richard ist viel zu angeekelt und rennt vollkommen aufgelöst davon.

Marie arrangiert anschließend, dass Berengar ihnen ein Gespräch mit Buji Beg organisiert, der Mann ist schließlich sehr gelehrt und sein Wissen nützlich. Dann macht man sich auf den Weg, Wilhelm zu suchen. Man vermutet, er ist der neue Manipulator, der neue Avatar der Mütter. Schnell erfährt man, dass er am frühen Morgen die Stadt verlassen wollte, also fragt man den Torwächter. Der erzählt, dass Wilhelm mit 10 Gefolgsleuten da war, er ihn aber nicht nach draußen gelassen hat. Das wäre schließlich Hochverrat und Wilhelm konnte ihm auch nicht sagen, was seine Gründe waren. Die Klinge hatte er aber wohl nicht bei sich. Vermutlich ist er jetzt im Palast, also bricht die Gruppe dorthin auf. Nach einigen Minuten kommt ihnen ein aufgeregter Bote entgegen.

Fazit

Okay, okay, die Erklärung! Quasi seit einer der ersten Runden wirft immer mal wieder einer der Spieler, wenn unsere Gruppe zu einer besonderen Mission aufbricht oder etwas besonderes tut, ein: "Wir sind schließlich die Speerspitze des Glaubens!" Ich weiß gar nicht mehr, wie er darauf gekommen ist, jedenfalls kommt der Spruch mindestens einmal in jeder Spielrunde. Und dann ging es dieses Mal um die heilige Lanze, worauf der Ausruf natürlich richtig gut passt. Ist also eher ein Insider, aber ich wollte es einfach mal erzählen.

Um ehrlich zu sein, war ich gar nicht mehr so überrascht, dass wir dieses Mal nicht in Zawra waren. Nachdem bereits in der ersten Hälfte nichts davon kam, hatte ich mir das schon fast gedacht. Ich fand es auch okay, so sind wir immerhin mal gut vorangekommen im Plot. In Zawra werden wir vermutlich eh bald sterben, wenn uns die Viecher erwischen. Außer, Otto schafft es, die Zeit zurückzudrehen, die Fähigkeit dazu hat er ja. Aber kümmern wir uns nicht um Zawra. Viel wichtiger ist, dass uns endlich aufgefallen ist, dass der Bischof zwei Persönlichkeiten zu haben scheint! Der SL hatte vermutlich eine innere Facepalm, dass wir das nicht schon früher bemerkt haben. Das stellt uns allerdings vor noch größere Probleme und der flüchtige Wilhelm ist auch so eine Sache... sehr verdächtig! Aber möglicherweise auch nur eine falsche Fährte, wer weiß.

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