Dienstag, 17. Oktober 2017

Cthulhu: Das Heer der Verfluchten - Der verliebte Lorentz Teil 1

Dieses Mal ging die Runde wieder etwas länger und ich kann versprechen, dass es stellenweise ziemlich interessant wird. Nicht nur in Zawra steht die Gruppe an einem möglichen Höhepunkt in der Geschichte, auch in Antiochia bahnt sich ein Moment von großer, historischer Bedeutung an!




Die Tore des Palastes öffnen sich und die Gruppe tritt hindurch. Man geht durch einen weitläufigen Garten hinein in einen hell erleuchteten Gang. Buji Beg ist ganz aufgeregt und im Gespräch mit ihm erfahren die anderen, dass es wohl im Palast immer Tag ist und dass sie dem Sultan ein Geschenk überreichen müssen. Leichte Panik macht sich breit und Lorentz beginnt, den Gelehrten anzufeinden, weil dieser nicht sagen will, was für ein Buch er dem Herrscher zu schenken gedenkt.

Dann ist man wieder in Antiochia, wo nun eine Menge Planung und Recherche ansteht. Vor allem will man die Quellen von Daphne suchen, Silla nach Wilhelm befragen und kurz kommt man auf die Idee, das Charonion zu zerstören. Dieses ist allerdings mittlerweile zu einer Pilgerstätte geworden, einem christlichen Wahrzeichen und es niederzureißen würde eine harte Strafe nach sich ziehen.

Die Gruppe zieht für die nächsten drei Tage ins Südviertel, wo einst Daphne lag. Hier findet man vier Quellen, die allerdings keine besondere Wirkung haben. In dieser Zeit erhält man weder eine Audienz im Palast und erfährt nichts über Buji Beg oder Berengar. Auch bleiben neue Träume über Zawra aus, man träumt lediglich immer wieder von den Fragen, durch die man Einlass in den Palast erhalten hat. Schließlich sucht man Silla auf, die sich in einer zerstörten Villa niedergelassen hat. Für eine ganze Menge Geld erzählt sie, dass Wilhelm die Stadt mit etwa 10 Gefolgsmännern vor 4 Tagen verließ. Er soll von den Heerführern selbst beauftragt worden sein, eine Höhle zu finden - möglicherweise jene, die die Gruppe zum Einsturz gebracht hat, doch das scheint wenig Sinn zu machen. Was auch immer er tut, die Gruppe wird ihn auf keinen Fall mehr einholen können. Dafür erfährt man noch, dass die Heerführer selbst nun endlich der Prophezeiung des Peter Bartholomäus Gehör schenken und an diesem Abend zu einer Mitternachtsmesse die Kirche aufsuchen wollen. Natürlich kommen gleich wieder die düstersten Gedanken auf: Eine Falle, der Bischof will die Gläubigen womöglich alle töten für das Ritual.

Später setzt man sich noch einmal zusammen und geht verschiedene Schriften durch. Dabei beginnt Madeleine zu erzählen, dass Gott selbst Judas aufgetragen habe, Jesus zu verraten, woraufhin sie sich eine Schelle von Otto fängt. Der Mönch rügt sie scharf für diesen Frevel. Dann überlegt man, wie wohl der Ablauf der Ereignisse um die Klinge des Babylas war. Anscheinend hat ja Charon diese für Tantalos geschmiedet. Dieser streifte dann umher, tötete Sünder und fraß ihre Herzen. Irgendwann kam er nach Antiochia, wo er am Bau der Charon-Statue und der Heilung der Kranken beteiligt war. Vermutlich gehörte er aber auch den Judasjüngern an und wurde schließlich aus der Stadt gejagt. Trotzdem war er noch immer oder wieder in Antiochia, als Babylas Bischof wurde und die Judasjünger auslöschte. Hier wechselte wohl auch die Klinge ihren Besitzer. Beim Lesen und Zusammenfügen dieser Geschichte liest man zudem auch, dass für das Ritual des kochenden Blutes irgendeine Grabbeigabe benötigt. Allerdings ist unklar, um was genau es sich handelt. Zudem findet man heraus, dass es eine Höhle geben muss, die mittig zwischen Daphne und Antiochia liegt - vermutlich jene Höhle, zu der nun Wilhelm unterwegs ist. Lorentz glaubt außerdem, dass die Gruppe in der Höhle der Sünden einen schlimmen Fehler begangen hat: Die Augen, welche in die Decke eingehauen waren, sollten anscheinend das Böse in der Höhle halten...

Streift man durch die Stadt, bietet sich ein eher düsteres, hoffnungsloses Bild. Man findet kaum noch Tiere, höchstens mal mit viel Glück eine ausgemergelte Ratte. Die Kreuzfahrer sammeln Leder und kochen es aus, um den Sud zu trinken und auf dem Leder zu kauen. Waffen sind zur neuen Währung geworden, viele Leute tragen sehr viele Waffen bei sich, um ihren Reichtum zu zeigen. Und immer häufiger sieht man Menschen, denen ein Arm fehlt... Immer wieder versuchen Leute, mit Wasser zu handeln und einmal wird sogar ein Brunnen zugeschüttet - entweder von Verrätern oder von jenen, die die Wasserpreise hochtreiben wollen. Eine kleine Gruppe von Fanatikern, die sich "Jünger des Bartholomäus" nennt, wiederholt dessen Versuche, sich in die Sonne zu legen, um Visionen zu erlangen. Viele von ihnen sind deshalb schon ziemlich verbrannt, andere stehen nach einem solchen Versuch auch nicht mehr auf.

Einmal beschließt Otto, vor dem Charonion zu predigen. Als er dort ankommt, fühlt sich die Statue seltsam vertraut an, fast so, als habe er selbst daran mitgearbeitet. Trotzdem hält er eine flammende Rede über die Herkunft dieses Ortes und viele der Kranken, die hier Zuflucht gesucht haben, verlassen den Ort hoffnungslos. Madeleine geht unterdessen wieder auf Kinderjagd und deckt sich auch mit zweien ein. Als sie mit dem gebratenen Fleisch zu den anderen zurückkehrt, ist Lorentz natürlich skeptisch und bedrängt die Bettlerin. Diese gibt zu, dass sie Sterbende getötet hat, was sie nicht als verwerflich ansieht, da sie sie ja von ihrem Leid erlöst hat. Lorentz dagegen sieht das ganz anders und ist kurz davor, sein Schwert zu ziehen, brüllt sie dann aber nur an. Doch die Diskussion kommt zu keinem Ergebnis. Auch Ottos Versuche, Madeleine zu belehren, dass man kein Menschenfleisch essen sollte, wirken nicht.

Die Gruppe schreitet voran, vorbei an den Konstrukten, die überall im Gang als Wachen aufgestellt sind. Man tritt durch den goldenen Schleier - und steht wieder in den Zellen des Kerkers.

Fazit

Dieser Teil zog sich sehr lange und war sehr zäh, da er vollgefüllt war mit Recherchearbeit. Zum Glück haben wir die schon so gut es ging zusammengefasst, aber es hat sich trotzdem sehr furchtbar angefühlt. Und wirklich viel weiter scheinen wir auch nicht gekommen zu sein. Wilhelm ist außer Reichweite und der große, historische Plot um die heilige Lanze läuft unbeeinflussbar nebenher weiter. Dieser Teil der Runde hat sich wirklich so angefühlt, als hätten wir keinen Einfluss auf den Verlauf des Szenarios.

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