Freitag, 1. Februar 2019

Blog-O-Quest #41: Stahl und Blut

Und schon ist es wieder soweit, eine neue Blog-O-Quest ist online und ich hatte direkt wieder einige Ideen für die Antworten. Sehr schöne Fragen zum Thema Krieger im RPG. Vielen Dank!



1. Lieber strahlende Kriegerheldin oder zwielichtiger Söldner?
Ich glaube eher strahlende Heldin. Ich bin nicht so gut darin, skrupellose Leute zu spielen, weder im RPG noch in Videospielen. Bin für sowas zu gutmütig.

2. Spielst Du selbst einen Kriegercharakter? Wenn ja, stelle ihn oder sie hier doch einfach mal vor - wenn nein, verrate Deinen Lesern, warum Du keinen Kriegercharakter spielst.
Aktuell spiele ich eine Künstlerin, was mir sehr zusagt, da sie einfach ein bisschen verstrahlt-verrückt ist. Im Fantasybereich bin ich auch eher für Magier zu haben, aber es gibt auch zwei Kriegercharaktere, die ich sehr gerne gespielt habe. Das eine war der dauerpöbelnde Ghost, ein Ki-Adept aus Shadowrun. Das andere war Shiro, der Yojimbo einer Shugenja aus L5R. Als Sohn einer Gelehrtenfamilie stach er schon immer etwas hervor und wurde daher zum Krieger ausgebildet. Er ist nicht sonderlich gut mit Worten und daher ein Sonderling, aber sehr hingebungsvoll und pflichtbewusst, was seine Aufgabe angeht. Da seine Schule viel Kraft aus dem Element Void zieht, ist es vielleicht wenig verwunderlich, dass sein Sohn ein Shugenja dieses Elementes wurde und in seinen Träumen aus der Zukunft mit ihm spricht. Gleichzeitig hat Shiro eine enge Beziehung zu einem Ermittler des Drachenclans aufgebaut, den er als eine Art Mentor ansieht. Und ein Mönch des Ordens, die Helden auf ihren Weg bringen, kreuzt immer wieder seine Wege und treibt ihn zu neuen, großen Taten an.

3. Pleiten, Pech und Pannen gibt es immer dann, wenn Spieler kritisch auf Würfel treffen. Teilt eure Erinnerung an den witzigsten, seltsamsten, unpraktischsten oder gefährlichsten Patzer in einer Kampfsituation!
In meiner Anfangszeit im RPG haben wir mal eine DSA-Kampagne angefangen. Die Gruppe bestand aus 3 Personen und die Situation, an die ich bei dieser Frage denken muss, betrifft alle drei plus den SL und nicht nur einen, sondern mehrere Würfe. Wir hatten die Gegner, die nicht die besten Werte hatten und laut SL kein Problem darstellen sollten, aufgespürt und sie zum Kampf gestellt. Was folgte war eine 2-3-stündige Würfelorgie, bei der so viele 20er fielen wie ich danach nie wieder gesehen habe. Etwa jede zweite Runde fiel entweder einer von uns hin, die Gegner trafen nicht oder stolperten selbst über ihre Füße. Dieser Kampf ist mir bis heute als der dümmste und lustigste in Erinnerung geblieben, weil er einfach nur absurd war.

4. Größere Schlachten verkommen im Pen'n'Paper gerne zu einer üblen Würfelorgie. Wie handhabt Ihr das Kampfgeschehen mit vielen beteiligten NPC in eurer Spielrunde und welche Elemente braucht es, damit eine Massenschlacht für Dich spannend bleibt?
Die Antwort hieraus ist ganz einfach: Wir spielen ORE. Das Würfelsystem der One Roll Engine ist für Kriegssituationen ausgelegt und geht daher auch für massive Schlachten leicht und schnell von der Hand. Bei kleineren Gruppen werden maximal 15W gewürfelt, jeder Pasch ist ein Treffer und für jeden besiegten Gegner verliert dessen Einheit einen Würfel. Für richtig große Schlachten gibt es dann die Company Rules, welche einer Company 6 Werte zuweisen und davon jeweils 2 addieren und würfeln, je nachdem, welche Aktion gewünscht wird. So wird eine gewaltige Schlacht mit 1-3 Würfen schnell und problemlos entschieden.

5. Kein Kriegerleben ohne Blut und Tod - was war die schlimmste Wunde oder der epischste Tod, den Du im Kampfgeschehen bisher miterlebt hast?
Der Tod, der mir am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist der von Mr. Grey, einem Bibliothekar aus Cthulhu. Sein Vorgänger war aufgrund eines epischen Würfelfails im Krankenhaus umgekommen, als man seine leichten Verletzungen (einen überfahrenen Fuß) mit der falschen Spritze (einer 100) behandelte. Mr. Grey und seine Kumpane hatten gerade einen Kultistenführer gestellt, in dessen Geheimraum sich mittig eine tiefe Grube befand. Der Kultist machte sich nun also unsichtbar und begann, die Gruppe ziemlich zu malträtieren. Auf seinem Schreibtisch lag jedoch eine seltsame Maske, die sich Mr. Grey aufsetzte, in der Hoffnung, sie würde den Unsichtbaren für ihn sichtbar machen. Leider erlitt er daraufhin lediglich eine Horrorvision über seltsame Mächte, verlor etwa 75 Stabilitätspunkte, riss sich die Kleider vom Leib und hüpfte lachend in die Grube, wo irgendein Tentakelvieh ihn zum Mittag verspeiste.


Bonusfrage: Nennt eure kriegerische Lieblingsklasse (gern auch Kombiklasse) und das dazugehörige Rollenspielsystem!
Der Pistolero-Adept aus Shadowrun war, was Kriegerklassen angeht, mein erster Liebling. Kurz darauf lernte ich die Mirumoto-Krieger mit ihrem zweihändigen Schwertkampfstil kennen, die nun ebenfalls zu meinen Favoriten gehören.

1 Kommentar:

  1. Ich wollte extra nicht in meinen Beitrag meinen ersten DSA4-Kampf erwähnen. Der SL baute einen kleinen Kampf ein auf dem Weg ins Abenteuer, nur zum Üben der Kampfregeln. Vier Helden gegen zwei Wildschweine. Gut, wir haben die Tierchen erledigt - aber alle von uns waren verwundet und die Heilerin am schlimmsten. Wundfieber, eine Woche Waldlager - nur gut dass wir zwei tote Wildschweine dabei hatten, sonst wären wir vermutlich verhungert ;)

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