Montag, 7. November 2016

Two Ravens, 7. Akt: Pennies des Terrors

Wir warten kurz auf Willow, dann jedoch beschließen wir, dass der Rave nicht der richtige Ort ist. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, joggen wir also ohne unseren Fool zur Buckingham Fountain. Travis sieht kurz einige Erinnerungsblitze, wie Sooraja an verschiedenen Orten im Park war, doch diese verblassen allmählich und auch Sarahs Stimme in Vincents Kopf schweigt. Unterwegs hört Grace auf einmal das Mahlen von Pennies auf einer rauen Oberfläche von Flora herkommen. Schnell wird ihr Mund geöffnet, welches voller Pennies ist, die gegen ihre Zähne schaben. Rasch befreien wir sie davon, dann geht es weiter. Grace ist völlig überspannt und hört Verfolger und andere Dinge und auch der Boden unter ihren Füßen fühlt sich falsch an. Und dann kippt plötzlich eine große Eiche um - direkt dorthin, wo wir gerade gehen.

Zum Glück schaffen wir es alle, rechtzeitig auszuweichen und Grace erkennt in der Dunkelheit flüchtig einen Mann, der neben dem Stamm steht und raucht, dann verschwindet er. Der Stamm sieht aus wie abgesägt und in ein in den Stamm eingeritztes Herz ist eine Katze genagelt. Sofort durchfahren Grace Erinnerungsblitze an die tote Butterfly, sie ist völlig außer sich. Zu allem Überfluss kommen uns dann noch zwei Jogger entgegen, die beim Anblick der Katze ebenfalls etwas zusammenbrechen bzw. ihr Abendessen erbrechen. Aus Zeitdruck wälzen wir das Warten auf die Parkranger an sie ab und errreichen schließlich auch die Fountain. Neben einigen Pärchen ist dort auch gerade der Ranger, dem wir schon an unserem Grillabend begegnet sind. Wir lenken seine Aufmerksamkeit auf den gefällten Baum, damit wir ihn aus dem Weg haben. Der Grund: In dem Brunnen liegt eine menschliche Silhouette aus Pennies und wir haben beschlossen, Flora dort hineinzulegen. Das ist das Beste, was uns derzeit zu dem angeblichen Rätsel einfällt. Doch zunächst will Grace noch einen Blick durch das Kaleidoskop werfen, um zu schauen, ob die Umrisse tatsächlich magisch sind. Travis ist noch so nett, es für sie aufzuladen, da es keine Ladungen mehr hat. Während die Männer also mit dem restlichen Publikum beschäftigt sind, wirft Grace einen Blick durch das Kaleidoskop, doch irgendetwas stimmt nicht: Überall leuchten seltsame Farben und Linien auf und dann beginnt sich das Ding rasend schnell in ihrer Hand um sich selbst zu drehen. Und dann wird sie ohnmächtig.

Ihr Kopf klatscht ins Wasser und Travis zieht sie heraus. In diesem kurzen Moment geht Soorajas Identität von den beiden Männern auf Grace über, sodass sie sowohl Vincents, als auch Travis' Zustand erhält: Sie hört Sarah in ihrem Kopf, ist sie aber zum Teil auch selbst. Als Vincent Grace anspricht, schaut sie ihn verklärt an und meint nur: "Ah, Vincent, du siehst gut aus." Travis' Griff um ihre Schulter wird schmerzhaft fest. "Vincent??" Ein kurzer Wortwechsel, ein paar Andeutungen über Kräuter und Tee später ist klar: "Ah, jetzt hast du sie also." "Da spricht Sooraja aus dir..." "Ja, sie ist super nett!" Erst dann realisieren wir: Sowohl das Kaleidoskop, als auch Flora sind verschwunden. Dafür scheint das Münzmännchen im Brunnen etwas größer geworden zu sein. Kurzentschlossen zieht Travis sich aus und will versuchen, sich in die Umrisse zu legen. "Hmm... Sooraja gefällt das gerade, Vincent, willst du nicht mitmachen?" Travis merkt, dass er nicht in das Penniemännchen passt, dafür aber, dass sich überall Penniehaufen gebildet haben, die nach Händen und Füßen aussehen und mit denen er versucht, die Umrisse auszulegen. Leider rutscht er dabei aus und einige Finger-Pennies fallen auf den Fuß. Als der Taxifahrer versucht, sie wieder richtig zu ordnen, wird er vom Präsidenten auf der Münze böse angefunkelt. Dem Bild wachsen dann auch noch Hörner, sodass er wie der Teufel aussieht. Für die anderen beiden sieht der Pennie jedoch ganz normal aus.

Und dann geht es plötzlich los: Münzen schlingen sich um Travis' Bein und quetschen es, bis es blutet. Beim Versuch, ihn aus dem Brunnen zu ziehen, denn die Pennies sind ziemlich stark, fällt auch noch Vincent ins Wasser. Sofort okkupieren die Münzen sein Gesicht und beginnen, ihn gleichzeitig zu ertränken und ersticken, während Travis nun auch am Arm festgehalten wird. Und plötzlich tauchen vor Vincents innerem Auge Erinnerungen an die Erzählung von Willow auf: Er ist unter dem Schiff, umschlungen von sich windenden Tiergedärmen, aus denen er nicht entkommen kann. Grace versucht zunächst, den beiden zu helfen, entscheidet sich dann aber, dass diese magischen Pennies vielleicht nur wütend auf Travis' Missgeschick sind und redet ihnen gut zu - mit riesigen Erfolg! Kurz bevor Vincent sein Bewusstsein und Travis sein Bein verliert, therapiert Grace mit Soorajas Hilfe zu seltsamen Münzen, woraufhin diese von ihren Opfern ablassen und sich auf der anderen Seite der Fountain sammeln. Dann bemerken wir, wie sie aus dem Brunnen kriechen und aufs Gebüsch zurollen - gut 100 Münzen im Rudel. Als wir sie verfolgen, drehen sie ihre Gesichtsseite zu uns um und scheinen wie eine fauchende Katze zu buckeln. Dann versuchen sie, sich in einem Gebüsch vor uns zu verstecken, woraufhin wir so tun, als hätten wir sie verloren. Leider kommt genau jetzt eine Joggerin vorbei und die Pennies rollen in V-Formation auf sie zu. Die beiden Männer eilen sofort zu ihr, während Grace zunächst noch beobachtet. Und dann stürzen sich die Münzen auf die Frau, schlingen sich um ihr Bein und kriechen an ihr hoch. Die Gut-Zureden-Taktik funktioniert leider nicht noch einmal, aber irgendwie schaffen wir es, die Münzen von der Frau abzuklopfen, woraufhin sich das Rudel wieder ins Gebüsch flüchtet. Und Vincent rennt natürlich hinterher. Wir sind Amerikaner, wir lernen nie aus unseren Fehlern... Grace folgt ihm in einigem Abstand, während Travis versucht, die Joggerin zu beruhigen, die noch völlig neben sich steht.

Vincent versucht, den Münzen auf einen Baum zu folgen, rutscht jedoch ab und verliert somit die Spur. Sooraja meldet sich derweil in Grace Kopf. Scheinbar war das ein CENTurion, ein Münzgolem, der normalerweise aus Pennies aus dem Jahr 1951 hergestellt wird - also genau den Münzen, die sowohl Larry, als auch Evanna haben wollen. Nur, dieser Golem hier bestand aus verschiedensten Münzen und war deutlich stärker als ein gewöhnlicher CENTurion. Die Joggerin zieht schließlich davon, nachdem wir versucht haben, ihr zu erzählen, sie sei von Bienen oder so angegriffen worden, was sie natürlich nicht glaubt. Endlich alleine planen die Jungs, was man bauen könnte, um mit dem CENTurion fertig zu werden: Vielleicht einen Laubsauger mit Säure und dazu eine Klebenetz-Granate. Nun, das ist zumindest die Idee. Auf dem Rückweg zum Auto treffen wir noch kurz die Ranger, denen wir erzählen, wir hätten sonst niemanden am Baum gesehen. Dann gehen wir Willow suchen. Der Rave scheint vorüber zu sein, doch unser Fool ist nirgends zu sehen. Auch ans Handy geht sie nicht, doch wir hören ihren Klingelton in einem Gebüsch. Dort liegt sie auch, tief und friedlich schlafend und nichts kann sie aufwecken.

Wir laden sie ins Auto und fahren zum Baumarkt, um Sachen für Vincents Bastelstunde zu kaufen. Grace bleibt für die kurze Zeit bei Willow im Wagen. Drinnen laufen die beiden Männer Eel und zwei seiner Handlanger über den Weg. Sie kaufen jede Menge Folterwerkzeug: Feilen, Nägel, Seile, ... Travis, der nach ihrer letzten Begegnung auf Rache sind, zaubert heimlich Crosstown Magic, sodass Eel das nächste Mal, wenn er eine Straße betritt, überfahren wird. Die beiden Ravens halten sich zurück, kaufen ihre Sachen und beobachten dann genüsslich, wie Eels Wagen vom Parkplatz auf die Straße abbiegt und von einem Bus erfasst und gegen eine Hauswand geschleudert wird. Travis spurtet zum Unfall und tut so, als wolle er helfen, versucht in Wahrheit jedoch, Eel seinen Ring abzunehmen. Der trägt dieses mal einen anderen, auf dem Tom steht und der keine doppelten Buchstaben beinhaltet. Als zu viele Zeugen sich versammeln und schon merken, was Travis da tut, zieht dieser sich zurück, zwinkert Eel aber noch einmal zu, als dieser ihn anstarrt. Im Auto sitzt Willow mit weit aufgerissenen Augen und Mund, ihr Blick fixiert einen Punkt hinter dem Unfall: Der Mann aus dem Lexus, den wir schon häufiger gesehen haben, steht dort, beobachtet alles und verschwindet dann.

Auf dem Rückweg zur Werkstatt finden wir den Lexus schließlich wieder und beschließen, den Spieß mal umzudrehen. Scheinbar ist der Wagen auf dem Weg zum Lakeshore, bemerkt uns aber nach einer Weile und beginnt, im Kreis zu fahren. Wir folgen ihm, einfach um zu schauen, wie lange er dieses Spielchen spielen will. Leider kann er anscheinend Menschen manipulieren und bei unserer dritten Runde oder so wirft sich ein Obdachloser vor unser Auto. Travis weicht gerade so aus, fährt dafür aber eine Frau an und begeht dann Fahrerflucht.

Wir kehren zur Werkstatt zurück, unbehelligt von irgendwelchen Verfolgern und gehen erstmal schlafen. Den Montagmorgen verbringt Vincent dann mit Basteln und dem Umlackieren des gestohlenen Wagens, während Travis und Grace beschließen, beim Dreamland, Sarahs Laden, vorbeizuschauen. Unterwegs bemerken wir, wie uns ein diesmal weißer Lexus folgt. Als wir beim Laden parken, hält dieser auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Kurz überlegt Grace hinüberzugehen und den Mann zu konfrontieren, verwirft diese Idee dann jedoch. Im Dreamland sind alle Pflanzen abgestorben, es fehlen Gegenstände von der Theke und der Geruch von Terpentin liegt in der Luft. Dieser kommt aus den Blumenkübeln, die Travis erstmal entsorgt. Beim Überprüfen der Alarmanlage stellt er fest, dass nach Sarah am Freitag niemand mehr hier gewesen ist. Wir gehen also nach oben in ihre Wohnung, wo es ähnlich riecht wie unten. Im quietschbunten Schlafzimmer finden wir ein zerstörtes Bett vor, auf dem Kitty gefesselt liegt, nur bekleidet in einen roten Mantel. Ihr Körper ist dreckverkrustet, als sei sie vergraben gewesen, ihr Gesicht dagegen ist überschminkt wie das einer Geisha. Travis erklärt sie für tot, auch wenn Grace sich sicher ist, dass sie noch atmet. Abgesehen davon riecht es nach frischem Menstruationsblut, wie sie ihm dann auch beweisen will, dann aber doch von schrecklichen Bildern überwältigt wird, als sie all die Hämatome und Wunden sieht. Travis, der zuvor noch Pennies in der Küche gefunden hat, versucht, sie zu trösten, macht es aber nur noch schlimmer, woraufhin Grace aus dem Haus stürmt.

Draußen findet sie die Tür des Lexus offen vor. Wutentbrannt steigt sie in den Wagen und schreit den Mann, der noch drinsitzt und auch derjenige ist, den sie schon so oft gesehen haben, an, er sei an allem Schuld und was er wolle und dass er sie in Ruhe lassen soll. Als der Kerl nicht reagiert, schüttelt Grace ihn. Sein lebloser Körper sackt vornüber, der Kopf trifft aufs Armaturenbrett und eine Flut von Pennies ergießt sich aus seinem Mund. Kreischend springt Grace aus dem Auto und rennt davon. Irgendwo setzt sie sich weinend und jammernd in einen Hauseingang. Irgendein Schatten oder eine Gestalt steht eine Weile vor ihr, doch sie reagiert nicht. Irgendwann finden Travis und Vincent sie. Der Hauseingang, in dem sie hockt, ist von einem riesigen Graffiti bedeckt, welches das Waisenhaus zeigt, in dem Vincent aufgewachsen ist.

Nachdem nun der Mord im Auto passiert ist und Travis' Taxi verschwunden ist, mutmaßt Vincent, dass seine beiden Angestellten der Collector sein könnten. Er vermutet, dass ihr Münzgolem den Wagen einfach weggefahren hat. So rauschen wir zurück zur Werkstatt, geraten dabei aber in den tiefsten Berufsverkehr. Zu allem Überfluss ruft dann auch noch Evanna an, um ein Treffen mit uns zu vereinbaren. Sie habe gehört, wir hätten ein paar der gewünschten Objekte in die Finger bekommen. Merkwürdig ist nur, dass sie überfreundlich zu Travis ist, weshalb wir bereits eine Falle vermuten. Jedenfalls sollen wir sie um 16.30 Uhr im Museum treffen. Zurück in der Werkstatt herrscht Totenstille. Vincent zieht seine Waffe und rastet regelrecht aus, da die beiden Brüder, die bei ihm arbeiten, verschwunden sind, woraufhin Grace wieder von unsäglichen Bildern überflutet wird und sich im Auto zusammenkauert. Travis folgt Vincent und versucht, ihn etwas zu beruhigen. Schwierig, da auch Willow verschwunden ist. Dafür läuft die Dusche. Doch auch dort ist niemand. Im Eingangsbereich riecht es dafür stark nach Suppe, wie im Waisenhaus. Ein entsprechendes Graffiti ziert die Wand des Eingangsbereiches. Um die beiden Männer herum wird es dunkel, sie hören Kinderstimmen und als sie selbst sprechen, sind ihre Stimmen ebenfalls wieder die von Kindern...

Fortsetzung folgt.

Fazit: Ein spaßiges Intermezzo, bei dem wir viel in Erfahrung bringen konnten. Nun wissen wir, dass der Collector vermutlich gar keine Zähne sammelt, sondern diese durch die Münzen abgeschliffen werden. Nun gilt es also, herauszufinden, wer diesen ungewöhnlich mächtigen Münzgolem kontrolliert. Witzig war auch, wie wir wieder völlig gegen ihn versagt haben. Wir wurden immerhin fast von ein paar Münzen getötet, ein Charakter sogar fast so wie am ersten Abend. Ohne die 1 von Grace, wer weiß, wie es dann ausgegangen wäre. Der Plot verdichtet sich auf jeden Fall. Es wird spannend!

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