Sonntag, 5. Februar 2017

Cthulhu: Die Wilde Jagd Part 2

Nach den ersten Ermittlungsschritten geht es dann zum zweiten Tatort, einer kleinen Sackgasse, an die keine ebenerdigen Fenster angrenzen und die Wände sind über 3 Meter hoch. Hier gibt es nichts zu sehen. Ein Nebenhaus steht leer und wurde nach polizeilichen Untersuchungen auch nicht benutzt in letzter Zeit. Die Nachbarn haben angeblich nichts mitbekommen, die Gruppe befragt sie aber auch nicht noch einmal.
Vom Dach des Gebäudes aus lässt sich erkennen, dass sich hier viele europäische Baustile vereinen, beispielsweise italinische Baukunst und Neugotik sind zu finden, vor allem griechische Architektur ist zu sehen. Murphy kommt derweil auf die Idee, das Überleben der Zeugen könne mit den runden Gegenständen zusammenhängen, die in ihrer Nähe waren: Die Weltenkugel von Columbus und der Basketball. Magnus erwidert daraufhin, es könne ja auch an dem modernen PVC-Geruch des Balls kommen, dass der Vampir, der ja übermenschliche Sinne haben muss, verwirrt war und die fliehende Frau nicht als Opfer angesehen hat.

Der Park rückt derweil erneut ins Blickfeld der Ermittler. Da sich dieser in der Nähe von Five Blocks befindet, eine Kirche nördlich vom Park liegt und sich noch 3 weitere Statuen im Park befinden, die allesamt Gruppen darstellen, die es nach Amerika verschlagen hat: Ureinwohner, Ägypter und Wikinger. Neben dem Park gibt es außerdem etliche Geschäfte, in denen sich einige der Ermittler ein wenig umhören. Darunter fallen Blumenhandlungen, ein attoostudio, Esoterikladen, eine Kunstgalerie und eine Weinhandlung. In einer Buchhandlung erfahren sie, dass beide Opfer hier Kunden waren und obskure Bücher über Okkultismus und Zähne gekauft haben. Gut, nur Wendy hat das okkulte Zahnbuch gekauft. Auf die Frage nach einem verdächtigen Kunden erwähnt die Verkäuferin den Zahnarzt Dr. Palmer, welcher spitze Zahnprothesen anfertigt.

Nach einem kurzen Mittagessen teilt sich das Team schließlich auf. Amanda wiederholt die Obduktion, anschließend schaut sie sich zusammen mit Andrew und dem Gerichtsmediziner Dr. al'Gourdie die neuen Laborbefunde an. Die blaue Masse, die unter den Nägeln gefunden wurde, wächst. Der Prozess findet aber nicht langsam oder über Teilung statt, sondern geschieht plötzlich, so als würde man genau in dem Moment blinzeln, als es sich vermehrt. Und dies ist mit allen Proben geschehen. Einzig eine Probe, die höher gelegen hatte als die anderen, ist komplett verschwunden. Amanda schlägt eine Videoüberwachung mit gleichen Bedingungen vor. Dabei soll aber unbedingt eine High-Speed-Kamera verwendet werden, um verfälschende Effekte wie bei dem "Flying Light Rod"-Effekt zu vermeiden, bei dem gewöhnliche Kameras Insekten als obskure Lichtstrahlen aufnehmen. Und natürlich, damit dieser Blinzel-Effekt möglichst auch nicht auftritt. Zudem erfahren die beiden, dass die Kratzspuren beider Opfer keinem heute lebenden Tier zugeordnet werden können, sondern am ehesten den Krallen eines prähistorischen Schreckenswolfes entsprechen und ebenfalls die merkwürdige, blaue Substanz hinterlassen haben. Die Wunde in der Brust der Opfer dagegen sieht aus, als wären die Zellen einfach aufgelöst worden. Es gibt keine Verletzungen am benachbarten Gewebe.

Kathrin und Murphy reden kurz mit dem Arzt, der die katatonische Zeugin betreut. Dieser scheint regelrecht besessen von Wölfen zu sein, denn in seinem Büro findet man etliche Bilder der Tiere. Besonders ins Auge fällt ein Bild von "Peter und der Wolf", was fast schon ironisch ist, da der Arzt Dr. Peter heißt und sich selbst irgendwie darüber amüsiert.

Anschließend reden sie mit dem Ehemann eines Opfers und finden so heraus, dass diese über Kultur im Zusammenhang mit Zähnen und Zahnpflege recherchiert hat, daher wohl auch das Interesse an dem okkulten Zahnbuch. Die Recherchen waren für das Projekt Perlodento von der New World Industries.

Dann begibt sich die Gruppe zum Wohnheim, in dem das zweite Opfer gelebt hat. Hier finde sich etliche Bücher über Monster, Blut und sumerische Kultur. Der Computer ist an, doch es gibt keinen Internetverlauf und auch keine besonders interessanten Dokumente oder Bilder. Die Idee kommt auf, dass jemand hier war und Indizien mitgenommen hat. Doch bevor die Gruppe sich darüber mehr Gedanken machen kann, kommt ein Anruf: Eine weitere Leiche wurde gefunden.

In einer Gasse hinter der Ladenfront, in der die Ermittler noch am Vormittag waren, hat ein Kunde eines Weinladens einen merkwürdigen Geruch vernommen und ist so auf die Leiche gestoßen, welche in einen Müllcontainer geworfen wurde. Es ist eine Frau Ende 30. Bei ersten Befragungen fällt auf, dass bereits am Morgen ein leichter Geruch vorhanden war, doch man dachte eher an ein verendetes Tier. Wie bei den anderen Opfern hat auch diese Frau zertrümmerte Halswirbel und ein gebrochenes Schlüsselbein. Dieses Mal jedoch finden die Ermittler ein paar Hinweise: Auf etwas Moos ist der Abdruck eines großen Schuhs zu sehen: Er hat Schuhgröße 11, ist ein altmodischer Herrenschuh ohne Profil und mit Spitze. Auch von dem Abdruck geht der Schlachthausgeruch aus. Neben der Mülltonne liegt ein alter, schwarzer Fedorahut, der etliche Gebrauchsspuren aufweist. Im Hut ist das Herstellungsjahr 1924 eingestickt und ein paar Haare haften daran. Der Hut riecht besonders intensiv nach Verwesung.

Die Tote ist dieses Mal leicht übergewichtig, hat blaue Augen und ist brünett. Es ist Nancy Hardy, die beste Freundin des ersten Opfers.

Fazit

Ich fand diese Runde ehrlich gesagt noch etwas zäher als die erste, aber ich war dieses Mal auch ziemlich müde. Meine Lust auf Ermittlungsabenteuer vergeht leider trotzdem immer mehr. Wie man sieht haben wir wieder nicht viel herausgefunden, dafür aber wenigstens ein paar Ansätze mit den Proben und die Idee, es könne sich um eine andere Form von Vampir handeln. Also kein europäischer Vampir, sondern so etwas wie ein Aswang oder ein Wrokulakas.

Ich befürchte auch, dass die blaue Substanz, die verschwunden ist, sich jetzt irgendwo vermehrt und uns noch angreifen wird oder dergleichen. Ich denke jedenfalls, dass unsere Charaktere sich in der nächsten Nacht auf Lauer legen werden, um den Täter zu konfrontieren.

Wir hatten außerdem eine kleine Panne bezüglich der Ausdrucke für uns. Eine detaillierte Umgebungskarte, die uns der SL ausgehändigt hat, zeigte die Fundorte von 4 Opfern. Das ist zunächst nur 2 der 5 Spieler aufgefallen und die haben es dann dankenswerterweise auch erst erwähnt, als Opfer 3 gefunden wurde. Der nächste Fundort wird dann wohl abweichend sein von dem, was vorgegeben ist.

Insgesamt war die ganze Gruppe nicht so mit dem Verlauf und dem Tempo zufrieden, aber wir haben beschlossen, erstmal weiterzumachen, in der Hoffnung, dass es jetzt besser wird, wo wir dem Wesen weiter auf die Schliche kommen.

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