Mittwoch, 20. September 2017

Cthulhu: Das Heer der Verfluchten: Die Spannung vor dem Sturm Teil 2

Allmählich kommen wir den spannenden Stellen immer näher. Sowohl in Zawra, als auch in Antiochia drohen kritische Events und der SL macht bereits Witze darüber, dass wir vielleicht nächstes Mal das Finale spielen. Vermutlich wird es zwar noch ein paar Runden mehr dauern, aber eventuell werden wir nächsten Monat fertig mit der Kampagne. Wer jedenfalls nicht mehr weiß, was zuvor passiert ist, sollte sich Teil 1 noch einmal durchlesen.



Nachdem sich alle halbwegs beruhigt haben, geht jeder auf sein Spiegelbild zu und berührt es. Daraufhin verschwinden die Spiegelungen und es wird stockdunkel im Raum. Um sich zu orientieren, verlassen sich die Charaktere auf Kismet, woraufhin ein Licht aus einer Öffnung im Boden dringt. Das Loch ist etwa 1m breit, man kann jedoch nicht sehen, was darunter liegt. Otto greift hinein und spürt seinen Arm nicht mehr. Als er ihn herauszieht, ist der Arm nicht mehr da, man sieht das ruhe Fleisch, doch kein Blut läuft heraus. Er und Marie sind dadurch so verängstigt, dass sie vor dem Licht zurückweichen. Ohne weiter nachzudenken springen Madeleine und Lorentz in das Licht. Andreas bugsiert Otto hinein, scheitert aber dann an Marie, die sich erfolgreich gegen ihn stemmt. Da er keine Lust hat, sich länger mit der Adligen auseinanderzusetzen, springt er selbst ins Licht. Marie, nun verlassen in dem leeren Raum, kommt langsam wieder zu sich und folgt ihren Kameraden.

Die Gruppe fällt durch ein helles Licht. Niemand sieht den anderen, doch man hört sich aus weiter Ferne. Aus dem Licht formen sich Buchstaben und schließlich Wörter.

Wenn man es nicht hat, dann ist man nicht.
Rückwärts beschränkt es nur die Sicht.

Aus den Wörtern im Licht kommt außerdem der Hinweis, dass das Rätsel anders ist und es nicht nur ein Wort sein muss. Man ruft sich Überlegungen zu, wie Erinnerungen oder Körper, dann beschließt Otto, es mit Erinnerungen zu versuchen. Sein Fall beschleunigt sich daraufhin und er ist nicht mehr in der Lage, mit den anderen zu kommunizieren. Auch der nächste Versuch, das Spiegelbild, erweist sich als falsch. Die Fallenden spüren, wie sie schwächer werden und an Lebenskraft verlieren. Schließlich wirft jemand die Überlegung Leben ein, woraufhin Andreas bemert, dass dies rückwärts Nebel hieße. Er ruft dies und sofort endet der Fall.

Man steht unbeschadet, doch immer noch schwach, in einem Raum mit einem Brunnen, in dem sich eine Flüssigkeit befindet, die an Quecksilber erinnert. Madeleine, Otto und Lorentz erblicken darin einen Teil des Marktplatzes. Die Stadtwache patroulliert dort. Auf dem Dach eines Standes sind Fußabdrücke, so, als sei dort jemand hinuntergesprungen oder eine unsichtbare Person stünde dort. Dies fällt jedoch nur Lorentz auf. Andreas und Marie dagegen sehen einen hohen Turm, aus dem Holzbalken ragen, an denen man sich wohl entlangschwingen müsste. Otto wirft einen Dirham in den Brunnen, doch dieser bleibt auf der Oberfläche liegen. Er nimmt ihn sich wieder. Als er daraufhin seine wieder erschienene Hand hineintaucht, wird er in den Brunnen gesogen.

Da er völlig unvorbereitet war, stürzt er, woraufhin die Stadtwache in schnappt und aus dem Bild zerrt. Nun versucht Lorentz sein Glück. Er will in das merkwürdige Fass springen, welches neben dem Stand steht. Er springt also in den Brunnen, landet halbwegs elegant auf dem Dach des Standes und verschwindet dann im Fass. Dieses ist tiefer als erwartet und er kann die Oberfläche nicht durchbrechen. Trotz des Gefühls der Atemnot droht er nicht zu ertrinken.

Nun versucht Madeleine ihr Glück. Sie springt und landet elegant auf dem Rand des Fasses. Die Leute um sie herum applaudieren. Im Fass sieht sie etliche Personen, die abwechselnd aufblitzen und ihm nicht entkommen können. Sie steigt vom Fass und wirft es um. Daraufhin erscheinen nun auch Andreas und Marie auf dem Basar und sehen noch, wie aus dem Fass erst Lorentz, dann Otto und dann scheinbar hundert andere Personen herauskommen, die wohl alle seit Jahren oder gar Jahrzehnten darin gefangen waren.

Otto entdeckt einen weiteren Brunnen, der abgedeckt ist. Der Deckel ist jedoch eine Tür, welche er öffnet. Darunter liegt nur Schwärze. Er lässt einen Stein fallen, doch hört ihn nicht aufkommen, also springt er hinein, gefolgt von den anderen. Dann stehen alle wieder vor der Bibliothel, es ist Nacht und das Kismet aller ist gestiegen. Nun will man auf den Basar, um Andreas' Namen zurückzukaufen, als Lorentz jedoch einfällt, dass Dinge, die nachts auf dem Basar verkauft wurden, nicht weiterverkauft werden dürfen. Als man auf dem Basar ankommt, sind dort ungewöhnlich viele Lichter. Es scheint eine Art Fest stattzufinden. Und dann bewegt sich etwas Großes zwischen den Ständen...

Nun nimmt sich Otto Madeleine an, die immer wieder betont, sie müsse dem Willen der Matres gerecht werden. Er versucht, sie etwas zu beruhigen und fragt sie nach den Gründen, aus denen sie sich den Müttern zugewendet hat. Dabei unterbricht ihn Lorentz immer wieder. Madeleine ist wohl der Meinung, es gäbe keinen Gott, da Gott ihr nie irgendetwas gegeben hätte. Die Mütter aber haben ganz offensichtlich Macht. Daraufhin fragt Otto sie, was die Mütter ihr denn gegeben oder versprochen hätten und dass sie nicht auf deren Einflüsterungen hören sollte. Schließlich schweigt die Bettlerin nur noch.

Um nicht noch mehr Zeit zu verschwenden, zieht man schließlich mit den vier anderen los zur Charon-Statue, um dort nach der Höhle zu suchen, in der man die Leiche von Babylas finden könnte. Tatsächlich gelingt es durch die gesteigerten Sinne recht zügig, eine interessante Höhle ausfindig zu machen. Neben Tafuren und dem Geruch des Wolfsteufels lässt sich nämlich auch ganz leicht Annas Geruch entdecken. Man muss jedoch erst einen Vorsprung hinaufklettern. Oben stehen vier Tafuren in tranceartigem Zustand, die durch ein Schnipsen erwachen. Trotzdem greifen sie nicht an, sondern versperren lediglich den Höhleneingang. Nach einem kurzen Kampf sind sie aber ausgeschaltet und man dringt tiefer in die Höhle vor. In den Kammern findet man etliche christliche Symbole und es geht immer tiefer in den Berg hinein. Annas Geruch wird bald schwächer, sie war anscheinend schon in der vorigen Nacht hier, ist aber wieder umgekehrt. In den tieferen Kammern wurden die christlichen Symbole zerstört und aus der Ferne hört man ein Krachen und Scheppern.

Schließlich gelangt die Gruppe an eine Steintreppe, die ebenfalls leicht zerstört wirkt. Entweder wurde etwas Schweres heruntergeworfen oder hinaufgezogen. Unten scheint der Wolfsteufel zu wüten, an den Seiten sind Särge in die Wand eingelassen. Die Gruppe macht keinen Hehl aus ihrer Anwesenheit und durchsucht die Särge laut. Unten wird es still. Als die Gruppe etwas tiefer nach unten geht, steht dort ein Wolfsteufel. Nicht nur irgendeiner, sondern der Schimmelwolf. Sein verfaulter Kiefer hängt nur noch an Fetzen und fällt dann klappernd zu Boden. Mit widerlicher, dröhnender Stimme fragt die Kreatur, in deren Augen Erkennen zu sehen ist: "Und? Wie war es in der Höhle der Sünden?"

Fazit

Es war schon sehr lustig, als wir vor dem Brunnen standen. Jeder von uns musste würfeln und jedes Ergebnis hätte wohl ein anderes Bild gebracht. Und was würfeln wir? 3. 3. 3. 10. 10. Schlimm war es ja nicht, immerhin hat es uns geholfen, das Problem zu lösen, aber es hätte mich schon interessiert, was die anderen Optionen gewesen wären.

Auch sehr schön war das Gespräch mit Madeleine, die sich einfach allem verweigert hat. Schönes Charakterspiel, leider macht dies es der Gruppe aber auch schwerer, zu rechtfertigen, warum wir sie mitnehmen, da vereinzelt schon "Hexenverbrennung" gerufen wird. Aber vielleicht kann Otto sie ja noch bekehren.

Spannend wird es auf jeden Fall, immerhin wurden unsere Charaktere nun endlich mit dem Schimmelwolf konfrontiert und was auch immer auf dem nächtlichen Basar passiert, wird sicherlich auch nicht ganz ungefährlich sein.

Leider muss ich sagen, dass wir in letzter Zeit wieder ziemlich albern geworden sind und es dieses Mal wieder einen Höhepunkt erreichte. So kommt leider keine Spannung oder Gefühl von Bedrohung auf und das vermisse ich doch sehr, immerhin spielen wir doch Cthulhu. Vor allem bei den Bedrohungen, denen wir nun gegenüberstehen.

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