Montag, 31. Juli 2017

Cthulhu: Das Heer der Verfluchten - Im Kerker Teil 1

Nun steht die große Schlacht um Antiochia kurz bevor! Es wird also spannend. Ich bitte, den kleinen Fehler vom letzten Mal zu entschuldigen. Natürlich handelte es sich um eine Nachricht von Gottfried von Bouillon, den Anführer unseres Lagers, nicht um Gottfried von Toulouse, den verrückten Bettler. Zudem vergaß ich etwas zu erwähnen, was ihr beim Lesen aber sicherlich bemerkt habt: Wir haben eine neue Mitspielerin, die nun dauerhaft dabei ist. Ihr Charakter ist die Bettlerin Madeleine (ich hatte sie zunächst fälschlicherweise Madlen geschrieben), die in Zawra eine Gelehrte ist. Jetzt sollten alle Fehlerchen erklärt sein und es kann endlich losgehen.

Die Gruppe steht auf dem Sklavenmarkt im Obsidianviertel. Madeleine, offenbar genervt von der Planlosigkeit ihrer neuen Gefährten, will wissen, was eigentlich deren Ziel ist und meint, man solle sich darauf konzentrieren. Natürlich will man Zawra verlassen, aber das, so glaubt man, sich zu erinnern, geht nur, nachdem man den Sultan getroffen hat. Madeleine hat noch von einigen anderen Wegen gehört, dem Traumland zu entkommen: Zunächst soll dies in einer Haschischhöhle im Obsidianviertel möglich sein, dann über einen Spiegel im Palast, in der Bibliothek soll es einen Ort geben und vor den Toren der Stadt soll es einen Sandsturm geben, der einen ebenfalls fortbringen kann. Leider, erinnert sich Lorentz, wurde es ja immer heißer, wenn man sich von der Stadt entfernt. Man braucht also die Fliegenden Teppiche des Sultans. Ein Teufelskreis...

Schließlich wendet man sich an einen Sklavenhändler, dessen Preise man sich jedoch nicht leisten kann. Von 111 Dinaren - ja, Dinare, er weiß schließlich, wo die Gruppe herkäme - aufwärts kosten sie, je nach Alter. Dafür kann man Sklaven überall mit hinnehmen außer auf den Basar und zum Palast nur als Geschenk für den Sultan. Es entbrennt eine Diskussion mit dem Händler, als man nach einem Sklaven fragt, der sich in der Stadt auskennt. Warum man da keinen Stadtführer nähme? Und als man den Begriff der Verwirrten Zeitreisenden erwähnt, spricht der Mann gar nicht mehr mit der Gruppe. Man sollte dringend herausfinden, was dies bedeutet.

So beschließt die Gruppe, dass sie Geld verdienen muss, um sich mumifizierte Körperteile zu kaufen, damit man auf dem nächtlichen Basar Andreas' Namen zurückkaufen kann. Zudem erzählt Madeleine, dass man wohl vom Observatorium aus die Sonnenuhr sehen könne, allerdings ist dieses bei Tag geschlossen und bei Nacht schwer bewacht. Auf dem Weg zum Basar verläuft sich die Gruppe allerdings und kommt von dem normal aussehenden Bereich des Obsidianviertels wieder in einen düsteren, schiefen Teil. Als man sich umdreht, um zurückzugehen, ist da eine Mauer. Schlägt man dagegen, spürt man allerdings, dass diese aus Sand ist und nur wie eine Mauer aussieht. Otto schlägt wütend dagegen und seine Hand wird eingesogen. Als er sie herauszieht, besteht sie ebenfalls aus Sand und Lorentz will die "Dämonenhand" sogleich abschlagen. Nun will man wieder einen Ausgang herzaubern, ist sich aufgrund der Dunkelheit jedoch nicht sicher, ob es Tag oder Nacht ist und welches Geschlecht gerade träumen darf. In einem Geistesblitz zieht der Krieger sein Buch hervor und schlägt es auf. Die Regelnder Nacht können immerhin nur am Tage gelesen werden. Und tatsächlich, er kann eine weitere Seite entziffern.

Schließlich findet man zu einem großen Torbogen, in dem ein neues Rätsel aufflammt.

Vom Tode gezeugt,
durch Leben geboren;
Auf ewig glänzend,
im Feuer verloren.

Die Gruppe rätselt und vergisst dabei leider den dritten Satz. Bei der ersten falschen Antwort, Holzkohle, rumpeln die Gebäude und die Gruppe sinkt leicht in den Boden ein. Auch rauchendes Öl ist keine akzeptable Antwort, man versinkt weiter. Kohle, Kerze und Papier bringen die fünf Personen schließlich zum vollständigen Versinken, während sie noch diskutieren, wie der dritte Satz lautete und dass sie es sich vielleicht systematisch merken sollten, jeder einen Satz.

Aus den Sekunden des Fallens durch die Dunkelheit kehrt man zurück in die Kapelle, wo Berengar überlegt, wie er den Gläubigen vermittelt, dass sie sich in ihrem Hunger zurückhalten sollen. "Wir sind die Geprüften", meint er schließlich und will die Charaktere schon als Auserwählte hinstellen, was diese jedoch ablehnen. Auf Ottos Frage nach den Vermummten Gestalten erklärt Berengar: "Das waren Priester." Die Gruppe mag dies nicht so ganz glauben und fragt nach der Vermummung. "Manche von uns sind etwas mehr... geprüft als andere", rückt der Bischof schließlich heraus. Während er die Predigt vorbereitet, suchen noch einmal alle nach dem Geheimgang, finden jedoch nichts. Otto stellt die These auf, dass dieser nur nachts auffindbar sei, das kennt man ja bereits aus Zawra. Madeleine ist ganz wild darauf, Anna zu suchen und Marie würde ihr auch helfen, da überzeugt der Mönch beide jedoch, dass das Mädchen auch sonst immer zurückgekehrt ist. Während nun Andreas und Lorentz nun ein Pferd schlachten gehen, um ihren Hunger zu stillen, schnitzt Marie ein neues Kreuz für Otto. Als die Frauen zu den Männern zurückkehren, sind diese über und über mit Pferdeblut bekleckert, Andreas frisst an einer rohen Keule, während Lorentz genüsslich das Gehirn schlürft.

Otto betet derweil in der Kapelle und bittet den Herrn um ein Zeichen, woraufhin er etwas Nasenbluten bekommt, das in Form eines Kreuzes auf den Altar tropft. Er bedankt sich, muss es nun aber erstmal noch interpretieren. Nun setzt man sich zum Essen zusammen und speist auch diejenigen, die hungrig um die Kirche lagern. Dabei ertönt lauter Schlachtenlärm von Richtung Antiochia. Der Angriff hat anscheinend begonnen. Als Bruder Richard zur Gruppe stößt, wollen die "Geprüften" natürlich wissen, warum sie nicht mit dabei sind, Marie kann sie jedoch beruhigen, immerhin sind sie eine Art Geheimwaffe, die nicht leichtfertig weggeworfen werden kann. Sie werden dann in der Stadt Angst und Schrecken verbreiten. Nach dem Essen schenkt Marie Otto nun auch das Kreuz als Widergutmachung für das alte, welches er wegen dem Vorfall im Brunnen zerbrochen hatte. Richard erklärt ihnen nun, dass sie in Zawra einen Gelehrten namens Johannes Oxitis finden sollen, welcher eine große Bibliothek besitzt und vermutlich im Palast des Sultans eingekerkert ist. Madeleine ist verwirrt, dass Richard Zawra sagt. Otto meint daraufhin: "Das ist manchmal so. Bruder Richard? Antiochia, Zawra, Antiochia. Wie oft habe ich Antiochia gesagt?" Der andere ist sichtlich verwirrt, deshalb winkt Otto einfach ab. Jedenfalls soll die Gruppe später bei der Suche helfen, Madeleine ist jedoch extrem verzweifelt und will unter keinen Umständen nach Antiochia. Mit harten Worten bringt Bruder Richard sie zum Schweigen. Außerdem, meint die Gruppe, sei Anna ganz sicher dort.

Wieder umschließt Dunkelheit die Gruppe Finsternis und man hat das Gefühl des Fallens. Dann ist man am Boden, die Frauen sind in einem Käfig, die Männer in einem anderen. Man trägt nur noch Lumpen, schlechter als das, was selbst die Bettler tragen. Die Fähigkeiten des Träumens und des Wissens um die Traumwelt kann man hier nur sehr schwer anwenden und wenn, dann kann dies große Schmerzen und schlimmeres verursachen. Verärgert und verängstigt tritt Otto gegen die Gitterstäbe und bleibt mit dem Fuß dazwischen stecken. Marie versucht, eine Vision zu erhalten, wie sie hier wieder herauskommen. Sie sieht, wie ein Wächter zweimal hereinkommt und nach dem zweiten Mal ein Schlüssel am Boden liegt. Eigentlich will sie es jemandem neben sich zuflüstern, aber da sie noch völlig neben sich steht, flüstert sie in den Raum hinein, dass sie sich den Schlüssel holen müssen, bevor die anderen es tun. "Die will uns hintergehen", murmelt Lorentz.

Fazit

Wir wussten, dass es irgendwann soweit kommen würde, dass wir im Kerker landen. Und ehrlich gesagt hätte ich das Rätsel auch nicht gewusst, wenn wir uns an die dritte Zeile erinnert hätten. Die Antwort war übrigens Diamant.

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