Montag, 28. März 2016

Die Charaktere

Für die erste Testrunde habe ich vier Spieler, die sich ihre Charaktere selbst erstellen durften. So konnte ich zum einen sehen, ob die Anfangs-EP reichen bzw. zu viel sind, auf was die Spieler wert legen und ob es Möglichkeiten gibt, das aktuelle System fürs Min-Maxing auszubeuten. Meine einzige Vorgabe war, dass die Charaktere sich bereits kennen. Das fanden sie auch ganz gut, da es so zu keiner künstlichen Kennenlernszene kam und man sich bereits vertrauen konnte.

Der erste Charakter ist Li Jiebo, ein Wasserimani, aus dessen Haar dauernd Wasser tropft und sein Rückengefieder durchnässt. Dadurch ist ihm ständig kalt und er schlottert und stottert herum. Er ist außerdem ein Magier, der gerade seine Abschlussprüfung hinter sich hat und sich nun auf seiner einjährigen Wanderschaft befindet, während der er niemals länger als eine Woche an einem Ort verweilen darf - es gibt natürlich kleinere Ausnahmen. Er ist sehr neugierig, fast ein Standard für Magier und leidet unter Epilepsie. Seine Zauber sind eher defensiver Natur und beinhalten beispielsweise das Erhöhen von Rüstungsschutz und das Lesen von Gedanken.

Der zweite Charakter ist ein menschlicher Alorpriester namens Hotaru, 16 Jahre alt, also gerade volljährig. In seinen Bestrebungen, Alor näher zu sein, hat er zu lange in die Sonne geschaut und kann seither nicht mehr allzu gut sehen. Dafür scheint es, als habe Alor ihn mit einer gewaltigen Portion Glück gesegnet. Sobald aber mal etwas nicht funktioniert, fürchtet Hotaru, den Segen seines Gottes verloren zu haben. Er trägt einen Xizhang, also einen Metallstab mit den sechs Ringen daran und hat sich auf Alors kriegerischen Aspekt spezialisiert.

Dann gibt es noch Sakura, 28, eine Menschenfrau, die vor 8 Jahren ihr Gedächtnis verloren hat. Sie wurde von der Mao-Familie, einem kleinen Klan, aufgenommen und arbeitet nun für diese. Sie kommt allerdings mit der Herrin des Hauses nicht sonderlich gut klar, da sie eine Affäre mit deren Ehemann hat. Trotz allem hat sie viele Dinge von den Mao gelernt, beispielsweise das Lippenlesen und die Unterdrückung des Sprechens beim Zaubern, denn ja, auch sie ist eine Magierin, eine Luftmagierin.

Der Letzte der Vier ist Tetsuya, 22, ebenfalls ein Mensch und ganz ohne besondere Fähigkeiten. Stattdessen ist er spielsüchtig, neugierig und gehört nicht unbedingt zur ehrlichen Sorte. Nun gut, er hat sich geschworen, niemals die Armen und Verletzten zu bestehlen oder ihnen Leid zuzufügen. Und er versucht scheinbar, sein eigenes kleines Imperium zu erschaffen. Derzeit schart er Straßenkinder um sich und organisiert sie.


Die vier Charaktere vergleichen zu können, war sehr aufschlussreich für mich. Erstmal habe ich festgestellt, dass es tatsächlich zu viele EP sind und die Charaktere sehr breit und gut geschult sind. Dann waren die Kosten für die Spezialisierungen, mit denen man seine Fertigkeiten (Skills) individualisieren kann, etwas zu hoch und die Spezialisierungen selbst für den Anfang sehr stark, sodass ich das in der nächsten Version beheben werde. Auch interessant zu beobachten war, dass es einige Fertigkeiten gibt, die jeder gewählt hat: Athletik, Selbstbeherrschung und Beeinflussen stehen hoch im Kurs.

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