Dienstag, 26. Januar 2016

Alarm im Aufzug

Im Augenblick spielen wir ja recht viel Cthulhu, da wir herausfinden wollen, welche Aspekte am besten für die geplante Kampagne genutzt werden können. Dieses Mal war es ein Cthulhu Now Abenteuer, spielt also in der Moderne. Der Titel ist abwärts, inspiriert von einem gleichnamigen Film.

Die Charaktere
Tony Legardo: Seit Kurzem Wachmann im Hochhaus, in dem das Abenteuer stattfindet.
Geoffrey Turner: Bis vor Kurzem Buchhalter bei GenCorp, einer im Hochhaus ansässigen Forschungsfirma. Wurde, nachdem er aus Versehen Unterlagen über einen Geheimtransport gesehen hatte, fristlos von Gordon Kramer gekündigt.
Miss Girauld: Anwältin, die im Namen eines Investors einen Millionendeal mit Gordon Kramer abschließen soll. Das Geld hat sie bar dabei, da darauf bestanden wurde.
Nancy Cunningham: Da ihr Verlobter Pete Wilder unfruchtbar ist, ließ sie sich künstlich durch Dr. Reed befruchten, der seinen Sitz in besagtem Hochhaus hat.
Sam Kramer: 10jährige Tochter von Gordon Kramer. Hat eine imaginäre Freundin und möchte ihrem Vater zeigen, dass sie einen sehr guten Aufsatz geschrieben hat. Die Mutter ist im Sanatorium.

Die Idee
Idee hinter dem Szenario ist es, möglichst in Echtzeit zu spielen. Unsere Gruppe hat das wunderschön ausgehebelt, indem wir tausend Dinge tun wollten auf die gewürfelt werden muss und uns dann auchnoch aufgeteilt haben. Außerdem sind die Charaktere untereinander auf verschiedenste Weise verbunden, was sich jedoch erst im Laufe des Spiels herausstellen wird. Auch das haben wir leider wenig dargestellt, da wir viele Informationen einfach nicht mit den anderen geteilt haben. Tja, selbst Schuld.

Die Geschichte
Es ist Freitagabend im Jahr 2007, die meisten Leute, die im Hochhaus arbeiten, begeben sich allmählich auf den Weg in den Feierabend. Nur unsere 5 Charaktere hetzen noch in einen Fahrstuhl, um weit nach oben zu fahren. Nancy hat ihr Portemonaie in der Klinik vergessen, Sam will zu ihrem Vater, die Anwältin will zu Gordon, um in 20 Minuten einen Termin mit ihm wahrzunehmen, Geoffrey will zu Gordon, um Rache zu nehmen und Tony soll nachschauen, ob es sich bei dem ausgelösten Feueralarm mal wieder nur um einen Fehlalarm handelt - deshalb fährt er trotz Brandfall mit dem Aufzug. Alle wollen in den Bereich über dem 34. Stock, es ist also eine längere Fahrt mit dem alten Fahrstuhl. Sam redet mit ihrer Freundin Luzi, der Rest steht nur gelangweilt herum und wartet darauf, endlich anzukommen. Im Hintergrund düdelt leise die Fahrstuhlmusik. Der Aufzug ist übrigens mit Ausnahme des Fußbodens verspiegelt. Mehrere Minuten lang passiert nicht wirklich viel, wie das denn so ist, wenn viele Leute sich in einen engen Raum quetschen. Dann flackert plötzlich das Licht und der Fahrstuhl bleibt stehen. Das Flackern wird schön mit so einer Lampe dargestellt, die man durch Antippen auf verschiedene Helligkeitsstufen stellen kann. Sie ist auch am Tisch unsere einzige Lichtquelle.
Sam bekommt natürlich Angst und die Anwältin gerät ins Schwitzen - ihr Deal könnte platzen und dann wird sie womöglich nicht befördert! Und ihr Handy hat keinen Empfang. Gelassen hantiert der Wachmann an irgendwas und der Fahrstuhl setzt sich wieder in Bewegung. Alle sind erleichtert, jedoch nur kurz. Zack ist das Licht aus und knarrend bleibt der Fahrstuhl wieder stehen. Flackernd springt die Notbeleuchtung an. Nun macht sich doch etwas Panik breit, doch größtenteils bleibt die Gruppe noch ruhig. Nancy, noch völlig unbedarft, schreibt Pete eine SMS, dass sie im Fahrstuhl feststeckt, Girauld versucht verzweifelt, irgendjemanden zu erreichen. Tony hat ein Walkie Talkie, mit dem er seinen älteren Kollegen Darwin anfunkt, um ihm die Situation mitzuteilen. Dann bemerken die Insassen plötzlich Brandgeruch. Darwin ruft die Feuerwehr und eilt über die Treppe nach oben, um den Fahrstuhl mittels Seilwinde hochzuziehen. Ein lautes Knarren und Quietschen verunsichert die Fünf derweil und ein lauter Knall, gefolgt vom abrupten Absacken des Fahrstuhls, würfelt sie alle durcheinander. Geoffrey fällt unglücklich auf Nancys Bauch, woraufhin diese furchtbare Schmerzen bekommt und sich am Boden krümmt. Der Mann weicht schuldbewusst und panisch in eine Ecke zurück und wird ziemlich apathisch, beginnt sogar, sich eine Kippe anzuzünden, woraufhin die Anwältin ihn ordentlich maßregelt. "Ich verklage Sie wegen Körperverletzung! Hier ist eine Schwangere im Aufzug! Sind Sie denn von Sinnen?"
Hoffnungsvoll versucht der Wachmann, die Türen des Fahrstuhls aufzuschieben, schafft es sogar ein paar Zentimeter - und sieht nur die Wand. Kein Ausgang in Sicht, Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Immer mal wieder fällt das Licht aus und wir sitzen komplett im Dunkeln, nur das Licht von Tonys Taschenlampe und Giraulds Handy bleiben uns. Kurz meldet sich Darwin keuchend, er ist irgendwo bei den 20. Stockwerken. Das Warten hat kein Ende. Der Notrufknopf wird gedrückt und sofort erklingt eine grässliche Sirene, die noch mehr an den Nerven der Passagiere zehrt. Rasch durchtrennt Tony den Draht, um das Geräusch abzuschalten, dann ist erneut ein lautes Krachen zu hören und der Lift sackt weiter ab. Wieder stürzt Nancy schwer und dieses Mal ist es mit der Aufregung zu viel: Die Wehen setzen ein! Schreiend liegt sie in einer Ecke, während die beiden Männer völlig überfordert anfangen zu rauchen, nur kurz glücklicherweise, denn die Anwälting zetert mal wieder tierisch rum. Dann ein Anruf: Es ist Pete. "Nancy, Schatz, alles in Ordnung?" Weinend berichtete sie ihm von ihrer misslichen Lage und der Mann, der eigentlich beruflich in einer anderen Stadt ist, wird ganz aufgeregt. "Ich komme sofort, halt durch!" Ihre Versuche, ihn zu beruhigen, scheitern, nun muss sie auch noch fürchten, dass Pete in der Panik einen Autounfall baut. Dann, mitten im Gespräch, geht der Akku leer.
So hat es keinen Sinn! Tony sucht die Decke nach der Ausstiegsluke ab, findet nichts und reißt den Teppich heraus, doch eine Bodenklappe gibt es nicht. Zum Glück, denkt sich Nancy, die diverse Horrorszenarien im Kopf hat. Von irgendwoher hört man grausige Schreie, die sich anhören, als würden Menschen abgestochen werden. "Da ist bestimmt ein Amokläufer!" "Dann sind wir hier im Fahrstuhl am sichersten!" Was tun? Was tun? Eine weitere Suche befördert einen Notfallkasten zutage, in dem sich auch eine Axt befindet. Das Licht springt immer wieder an und aus. Dann meldet sich Darwin wieder. Er sei nun im 34. Stock, also fast da, überall Rauch und Feuer, zerstörte Einrichtung. "Mein Gott, was ist hier nur passiert? Oh, da ist jemand. Aber... was macht der da?" "Das ist der Amokläufer, gehen Sie nicht da hin!", schreit Nancy noch, doch der Wachmann ignoriert sie. Die Funkverbindung bleibt erhalten. Und so hören die fünf Personen noch die letzten Momente im Leben von Darwin mit. "Hey, kann ich Ihnen helfen? Was machen Sie da? ... Was zur Hölle? Was ist - AAAAAHHHHHH!" Mit einem lauten Schrei reißt die Verbindung ab. Die Charaktere sind völlig schockiert. Fast schon ist es Gewissheit: Es ist jemand da draußen, der Leute abschlachtet. Angst macht sich breit, aber auch die Gewissheit, dass man derzeit im Fahrstuhl vielleicht am Sichersten ist. Wären da nicht die Wehen von Nancy und ihre Panikattacke. Kreischend stürzt sie zur Aufzugtür, hämmert dagegen und kratzt daran, schreit immer wieder, dass sie hier raus will. Nur mit Mühe kann die Anwältin sie beruhigen.
Nach endlosen Versuchen, die teilweise in Stürzen enden, schaffen es Tony und Sam, die Spiegelverkleidung von der Decke abzuschlagen. Ein Scherbenregen ergießt sich über die Fahrstuhlinsassen, doch glücklicherweise wird niemand verletzt. Rasch werden die Scherben im Teppich zusammengerollt. Tony und Geoffrey wollen eine Räuberleiter bilden, um die Dachluke zu öffnen, als ein schwerer Schlag die Kabine erschüttert. Quietschend sackt sie ab, das Licht fällt aus und nun hängt der Lift in einer leichten Schräglage. Irgendetwas tropft vom Kabinendach in die Kabine hinein. Im Licht von Tonys Taschenlampe wird klar: Es handelt sich um Blut. "Gott, er wirft die Leichen hier runter", jammert Nancy. Die Luke wird geöffnet, sofort fällt dem Wachmann ein blutiger Arm entgegen. Die Anwältin übergibt sich in ihre Handtasche, Geoffrey auf Tonys Hosenbein. Dann ist Tony oben auf dem Kabinendach. Mit dem Seil aus dem Notfallkoffer zieht er zunächst Sam hoch - tolle Idee! Trotz aller Widrigkeiten bleibt das Kind gefasst beim Anblick des zerschmetterten Toten, den der SL in aller Ausführlichkeit beschreibt. Zertrümmerte Gliedmaßen, Knochen ragen aus dem Körper, überall ist Blut. Dann plötzlich hallt eine kehlige Stimme durch den finsteren Aufzugschacht: "Mein!" Woher kam das? Beobachtet der Mörder sie? Und wieder: "MEINS!" Etwas streift Sams Bein, aber da ist eigentlich nichts. Nur Darwins Hand - ja, es ist sein toter Körper - liegt neben Sams Fuß. Und dann, als sie gerade hinschauen, sehen die beiden, wie sich die Kiefer der Leiche bewegen und aus der halb aufgerissenen Kehle dringt erneut: "Gib mir meins..." Als der Zombie - denn das muss es ja wohl sein - versucht, wieder nach Sam zu greifen, befördert Tony ihn schnurstracks in den tiefen Schacht, 34 Stockwerke nach unten. Zurück bleibt das Walkie Talkie des Toten. Kurz bleibt ein Moment zum Verschnaufen, da ertönt auch aus diesem Gerät eine krächzende Stimme. "Meins!" Schwupp folgt das Teil seinem Besitzer. Jetzt wird es langsam unheimlich. Erlaubt sich hier jemand einen schlechten Scherz? Ist der Mörder ein Hacker? Nun kommt die Stimme aus der Gegensprechanlage des Aufzuges. Aber hatte Tony nicht vorhin die Verbindung zur Batterie gekappt? Genervt will Geoffrey das Teil ganz herausziehen, doch sobald er das Gerät berührt, das ohnehin schon halb aus seiner Verankerung gelöst wurde, wird sein Blick leer und er beginnt wie wild in Richtung der anderen zu grabschen, die sich noch im Fahrstuhl befinden. "Meins! Meins!", kreischt er immer wieder, seine Hand bleibt jedoch an der Elektronik, sodass er den anderen nicht gefährlich werden kann. Mit einem gekonnten Tritt löst Miss Girauld diese Verbindung und augenblicklich wird Geoffrey wieder normal. Er glaubt, nur einen Stromstoß bekommen zu haben.
Der Alarm geht wieder los. Genervt greift Tony zu einem weiteren Inhaltsstück des Koffers: Einem Feuerlöscher. Mit dem rückt er der Sprechanlage zu Leibe und siehe da, sie geht aus. Die Anwältin versucht ein letztes Mal, jemanden anzurufen, doch auch aus ihrem Handy klingt nur die bekannte Stimme. Nach und nach klettern alle außer Nancy aufs Kabinendach und überlegen, ob sie versuchen sollen, an den wenigen Drahtseilen, die den Aufzug noch halten, nach oben zu klettern oder ob man sich lieber abseilen sollte, um eine Tür unterhalb des Fahrstuhls zu öffnen. Noch während man am Diskutieren ist, öffnet sich auf einmal die Tür vom 34. Stock, die einige Meter über dem Lift ist. Eine Person im Vollkörperschutzanzug schaut in den Schacht. "Hallo? Nancy?" Es ist Pete! Er ist ein wenig panisch, da er Nancy nicht sehen kann. Der kommt es kurz merkwürdig vor, dass ihr Verlobter so schnell hier sein kann - vor allem in so einem hohen Stockwerk, wo er doch eigentlich in einer anderen Stadt sein sollte. Aber sie liegt in den Wehen und will einfach nur hier raus. Ihre Bedenken teilt sie zwar den anderen mit, doch als die nachfragen, reagiert Pete ausweichend und weicht nicht vom Thema Nancy ab. Er habe ein Rettungsseil, wolle sie aber zuerst in Sicherheit bringen. Es gehe schließlich um sein Kind. Und dann wird es richtig verwirrend. Sam fragt, ob es ihrem Vater gut geht, nennt auch seinen Namen und etwas in Geoffreys Gesicht ändert sich. Gerade als Pete versichert, Gordon ginge es gut, packt Geoffrey das Mädchen und hält ihm eine Pistole an den Kopf. "Hier wird niemand hochgezogen! Holen Sie mir sofort Mr. Kramer!" Zunächst druckst Pete noch herum und die anderen versuchen, Geoffrey die Waffe zu entwenden, doch es klappt nicht. Pete verschwindet, doch der Kampf auf dem Fahrstuhldach geht weiter. Tony stürzt sich auf den Bewaffneten, doch dieser kann ihm ausweichen und der Wachmann stürzt in die Tiefe. Girauld kommt dem Geiselnehmer zu nahe und wird ins Bein geschossen. Und unten im Fahrstuhl liegt Nancy und bekommt das Grauen mit, ohne etwas unternehmen zu können.
Tony baumelt derweil unter dem Lift an dem Seil, dass er sich zuvor umgebunden hatte, um den Auf- oder Abstieg zu beginnen. Er schwenkt sich einige Male hin und her, bis er tatsächlich die nächste Tür erreicht, die er mit Mühe aufhebeln kann. Ihn erwartet ein verwüsteter Gang, Steckdosen sprühen Blitze, das Licht flackert und von untem im Treppenhaus brennt es fürchterlich. Es bleibt nur der Weg nach oben, wo er auch einen Feuerlöscher findet. Seltsamerweise steht eine der Sicherheitstüren, die sonst zu dem geschlossenen Bereich, der GenCorp gehört, offen. Zunächst ignoriert Tony diese Option, doch da auch von oben Flammen kommen und alle anderen Türen verschlossen sind, sprintet er durch diese Tür, die hinter ihm krachend zuschlägt. Nur knapp entgeht er so der Zerschmetterung seiner Knochen.
Währenddessen kehrt Pete zurück, er konnte Gordon nicht finden, behauptet er. An dieser Stelle tut die Anwältin so, als stelle sie sich auf Geoffreys Seite und redet ihm ein, sie sollen doch Petes Anweisungen folgen, dann solle der Geiselnehmer sie mit Gordon den Deal abschließen lassen und anschließend könne er ihn gerne erschießen. Dass Geoffrey den Mann für seine Entlassung und das anschließende Entgleisen seines Lebens verantwortlich macht, hat dieser ihr mittlerweile nämlich erzählt. Daneben steht Sam, die mit anhören muss, wie man über das Leben ihres Vaters verhandelt. Doch irgendwie schüttelt sie das Grauen ab. Letztendlich willigt Geoffrey ein, zuerst Nancy hochzulassen. Doch es kommt, wie es kommen musste: Sowie Nancy oben ist, schließt sich die Fahrstuhltür und lässt die drei Verbliebenen im Dunkeln zurück. Nancy sieht sich derweil einem ähnlichen Chaos wie Tony gegenüber, sowie drei Männern in Schutzanzügen. Der ganze Stress wird ihr zuviel. In dem Moment, bevor sie bewusstlos wird, sieht sie noch, wie Pete, ihr geliebter Pete, ihr ein Tuch aufs Gesicht drücken will.
Tony beobachtet derweil, wie Nancy auf eine Trage gelegt und weggetragen wird. Kurz darauf klettern die anderen aus der Tür der Etage, irgendwie haben sie es geschafft, die Tür zu öffnen. Möglichst leise sehen sie sich um und finden in einem Nebenraum den wimmernden Dr. Reed. Auf dem Weg zu ihm springt ihnen ein Schnurtelefon entgegen und klappert auf dem Boden herum, versuchend, die Menschen zu erreichen. Reed steht völlig neben sich, auf Fragen, was hier los sei, meint er nur: "Wir haben es in der Wüste gefunden! Wir haben erst zu spät gemerkt, dass es alles Elektrische kontrolliert!" Dann verweist er auf einen Aktenstapel, aus dem hervorgeht, dass GenCorp eine seltsame Lebensform gefunden und hergebracht hat und dass sie Genexperimente mit ihr durchgeführt haben. Der Höhepunkt davon war, einer Frau - Nancy - eine mit dem Gengut der Kreatur befruchtete Eizelle einzupflanzen. Nach der Geburt sollte die Frau entsorgt werden, da sie nach Petes Meinung ein Sicherheitsrisiko darstelle. "Seine Schwachstelle ist der Tank." Mehr bekommt man aus dem Arzt nicht heraus. Geoffrey will einfach nur weg, er versucht, zu einer Tür zu kommen, doch sobald er diese berührt, verliert er erneut die Kontrolle über sich und wird von der Tür mehrfach gegen die Wand geschmettert, bis er benommen liegen bleibt.
Alle Türen sind zu und auf dem Stockwerk gibt es keine Fenster. Die restliche Gruppe folgt also den Männern im Schutzanzug, nur um festzustellen, dass diese von Kabeln, die aus der Decke hervorgebrochen sind, außer Gefecht gesetzt wurden - besser gesagt, sie werden von ihnen kontrolliert wie Marionetten. Der Wachmann setzt diese rasch mit dem Feuerlöscher außer Gefecht. Die Trage steht kurz vor einer Tür zum Labor und als Tony erfährt, dass das Kind von der Kreatur dort ist, zögert er nicht lange. Er will nur noch hier weg! Egal zu welchem Preis! Nancy, die gerade wieder zu Bewusstsein kommt, wird von ihm in den Raum geschoben. Das Labor ist ebenfalls völlig verwüstet, einige tote Wachleute liegen herum und in der Mitte steht ein halb zerstörter Tank, gefüllt mit Flüssigkeit, in der eine embryoähnliche Kreatur schwimmt. So groß wie ein Kleinkind mit überdimensioniertem Kopf, aus seinem Bachnabel ragt etwas, das sich mit mit Steckdosen und anderen elektrischen Geräten verbunden hat, um den Tank schlingen sich einige Kabel, die ein paar undichte Stellen vor dem Auslaufen hindern. Das Wesen im Tank öffnet die Augen und starrt Nancy an. "Mein! Ja, gib mir meins!" Kabel winden sich auf sie zu. Nun stürmt Girauld herein. Tony hat sich einen spitzen Gegenstand genommen und rennt auf den Tank zu, er will die "Nabelschnur" der Kreatur durchtrennen und Girauld legt einen Schalter um, um das Wasser aus dem Tank abzulassen. Sowie die Kontrolle des Wesens über die Elektronik endet, springen die Deckensprenkler an. Ohne weiter nachzudenken flüchtet die Gruppe, auch die bewusstlose und am Rande des Wahnsinns stehende Nancy wird aus dem Gebäude geschafft. Einige Stockwerke tiefer trifft man endlich auf Feuerwehrleute und Nancy wird mit einem Krankenwagen fortgebracht. Sie erwacht ohne Erinnerungen in einem seltsamen Raum, was dann mit ihr geschieht, bleibt im Dunkeln. Sie wird nie wieder gesehen. Die Anwältin fasst sich ein Herz und nimmt Sam bei sich auf, da ihr Vater im Feuer ums Leben gekommen ist, ebenso wie Geoffrey, den man bei der Flucht zurückgelassen hat. "Der hat ne Geisel genommen! Ein Kind!" Die Kreatur ist besiegt und vielleicht, vielleicht können die Überlebenden wieder in ein normales Leben zurückkehren. Wer weiß...


Fazit: Sobald zu Beginn beschrieben wurde, dass wir alle in einen Aufzug steigen, war klar, dass wir stecken bleiben. Bei den Spiegeln hatte ich befürchtet, dass wir dort unheimliche Dinge sehen würden, stattdessen wurde uns eine kleine Zombieapokalypse vorgesetzt. Das war ein wenig abgedroschen, aber anfangs auch recht unheimlich. Die langsam zunehmende Angst im Fahrstuhl war ziemlich genial und vor allem die Höhepunkt dort unten mit der Geiselnahme war fantastisch. Die Auflösung hat man bereits irgendwie geahnt, aber das war nicht schlimm. Insgesamt also: Eine herrlich steigende Spannungskurve, unerwartete Elemente und eine köstliche Verstrickung der persönlichen Schicksale! Es hat Spaß gemacht, übertrifft jedoch das Witwenszenario dabei nicht. Ein kleiner moderner Horror und Spaß für alle Klaustrophobiker.

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